Bürger diskutieren über Ärztemangel auf dem Land
Der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Dennis Junk (3 v. r.) freute sich zusammen mit dem CDU-Ortsverbandsvorsitzendenden Armin Kohnz (2. v. l.) über die rege Diskussion mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn (2. v. r.) und den Podiumsteilnehmern Dr. med. Burkhardt Zwerenz, Franz Theo Isselstein und Dr. med Agathe Traut (v. l. n. r.). Auch dem Bundestagsabgeordneten und Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU, Patrick Schnieder (r.), war das Thema wichtig.
30. Dezember 2011
TV-Bericht
Dass die ärztliche Versorgung auf dem Land die Menschen bewegt, zeigt eine Veranstaltung des CDU-Gemeindeverbandes Wittlich-Land im Rahmen der Reihe "Leben gehört ins Dorf". Rund 100 Menschen sind der Einladung des Vorsitzenden Dennis Junk in die Oestelbachhalle nach Osann-Monzel gefolgt.
Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, referierte zu Beginn der Veranstaltung über das beschlossene GKV-Strukturgesetz und die ärztliche Versorgung auf dem Land. Dann begrüßte Gemeindeverbandsvorsitzender Dennis Junk den Vorsitzenden des Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz, Dr. med. Burkhardt Zwerenz, die Fachärztin für Kinder-, Jugendmedizin und Neuropädiatrie, Dr. med. Agathe Traut, und den in Osann-Monzel praktizierenden Hausarzt Franz-Theo Isselstein auf dem Podium. Letzterem hörten die Besucher besonders aufmerksam zu, als er die mögliche Schließung seiner Praxis aus Altersgründen ansprach. Mangels potenzieller Nachfolger hielt er ein Plädoyer für das Berufsbild des Hausarztes.
Der Reiz an der Hausarzttätigkeit liege für ihn in der ganzheitlichen Behandlung der Patienten. Ganze Generationen von Familien habe er behandelt und begleitet und dabei viel Dankbarkeit erfahren. "Die Wertschätzung, die einem die Patienten entgegenbringen, hat mich bisher zum Weitermachen bewogen", erklärte Isselstein mit kritischem Blick auf die überbordende Bürokratie im Gesundheitswesen. In der Diskussionsrunde stellte sich insbesondere der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn den Fragen des Publikums. Ob es um die Zukunftsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems ging, die finanziellen Einbußen der Apotheker oder die Verschreibungspraxis bei Medikamenten, Spahn wusste sowohl die Fragen zur großen Politik als auch die Fragen zu den kleineren Dingen des Gesundheitswesens zu beantworten.
Die Frage der Nachfolge für die Hausarztpraxis Isselstein konnte auch der aus Berlin angereiste Spahn nicht beantworten. Dies sei aber auch nicht das Ziel der Veranstaltung gewesen, erklärte der Organisator der Veranstaltung und CDU-Ortsverbandsvorsitzende Armin Kohnz: "Wir wollen die Themen, die die Menschen vor Ort in den Dörfern bewegen aufgreifen, beleuchten und wenn möglich Impulse setzen."
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