Aktuelles

Wittlich-Land hat extrem geringe Verschuldung


15. Februar
TV-Bericht von Christina Bents

In vielen Kommunen wird davon gesprochen, die Schulden zu senken, um nachfolgende Generationen nicht noch mehr zu belasten. Doch es bleibt meist bei den frommen Wünschen. In der Verbandsgemeinde Wittlich-Land ist das anders. Dort lag die Verschuldung vor 20 Jahren noch bei 230 Euro pro Einwohner. Vor zehn Jahren waren es noch 173 Euro.

Plein. Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, werden es am Jahresende 2012 nur noch 80 Euro (derzeit 88 Euro) Schulden sein. Zum Vergleich: Vergleichbare Kommunen im Land weisen eine durchschnittliche Verschuldung von 312 Euro pro Einwohner auf.
Entsprechend stolz zeigte sich der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land bei der Haushaltsberatung. Von dem glänzenden Ergebnis profitieren auch die 24 Ortsgemeinden. Die von ihnen zu tragende VG-Umlage wird von 33 auf 31,5 Prozent gesenkt.
Trotzdem können im laufenden Jahr 1,314 Millionen Euro investiert werden - ohne jegliche Kreditaufnahme. In erster Linie in den Brandschutz und in die Schulen. Zum Jahresende bleibt nach derzeitigen Berechnungen sogar noch eine freie Spitze von 472 000 Euro. Von solchen Zahlen träumten andere Kommunen, hieß es im Rat. Zwar fehlen der Verbandsgemeinde Wittlich-Land kostenträchtige Einrichtungen wie ein Schwimmbad, was den Haushalt entlaste. Gleichzeitig fehle aber der Speckgürtel mancher Städte, die über viele Gewerbeflächen verfügen, sagte Bürgermeister Christoph Holkenbrink. Größte Investition im Haushalt 2012 ist der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Platten, der 500 000 Euro kosten soll. Um- und Neubau des Gerätehauses in Heidweiler sind auf 245 000 Euro veranschlagt. Für die Schulen sind insgesamt 241 000 Euro vorgesehen. Die 1,1 Millionen teure Sanierung der Grundschule Osann-Monzel geht erst 2013 über die Bühne.

Leserbrief zu Windenergie


14. Februar 2012
aus Trierischer Volksfreund

Zum Artikel Osann-Monzeler Windkraftprojekt und zum Leserbrief "Geschützte Vogelarten rechts fliegend"

Der VG-Rat von Wittlich-Land befasste sich in seiner Sitzung am 5. Dezember mit dem Thema Windkrafträder. Es wurde eine Studie über die Nutzung der Windkraftanlagen einschließlich Überprüfung des Naturschutzes (Flora und Fauna) im gesamten Gebiet der VG Wittlich-Land beauftragt. Landrat Gregor Eibes hat appelliert, dass wir gemeinsam als Solidargemeinschaft im Kreis Bernkastel-Wittlich für eine bessere Wertschöpfung für unsere Bürger handeln sollen. Wohlwissend über all diese gemeinsamen Aktionen, schließt die Gemeinde Osann-Monzel einen Vertrag mit einem Investor ab. Geplant ist, sieben Windkrafträder, beginnend oberhalb von Klausen bis nach Platten, aufzustellen. Da ich dieses Waldgebiet sehr gut kenne, weiß ich, dass es dort sehr viele seltene, vom Aussterben bedrohte Lebewesen gibt: Greifvögel, Kolkraben, verschiedene Arten von Fledermäusen, Eulen und Spechte. Außerdem ist in den vergangenen Jahren eine starke Zunahme der Wildkatzenpopulation zu beobachten. In den Gesprächen mit den Gemeinden Osann-Monzel, Altrich, Platten und Klausen ging es nie um sachlich-fachliche Themen, sondern es ging nur ums Geld oder die Aufteilung der Pachteinnahmen. Ohne die Studie, die übrigens auch von Osann-Monzel bezahlt wird, und ohne die konkreten Vorschläge des Landrats abzuwarten, startet nun Osann-Monzel einen Alleingang. Wohlwissend, dass die Windräder, sei es Schattenwurf, seien es Geräusche der Rotoren und die blinkenden Lampen, sie nicht berührt. Die Investoren, die jetzt durch unsere rot-grüne Landesregierung Rückenwind haben, versuchen mit aller Gewalt, schnellstmöglich Windräder aufstellen zu lassen, um damit möglichst hohe Renditen zu erzielen. Denn jedes Windrad bringt dem Investor und der Gemeinde Osann-Monzel satte Gewinne. Die Bürger von Altrich, Platten und Klausen, die zum Teil hohe Investitionen in den Fremdenverkehr und neue Baugebiete getätigt haben, werden Verluste erleiden. Ich hoffe nur, dass alle Beteiligten miteinander arbeiten, und nicht nur egoistisch an die Einnahmen für ihre Gemeinde denken, und somit den sozialen Frieden unter den Gemeinden erhalten. Edmund Kohl, Klausen

Frischer Wind im Osanner Karneval

Das Männerballett zeigte einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tanz, bei dem die Zuschauer viel Spaß hatten. TV-Foto: Christina Bents


13. Februar 2012
TV-Bericht von Christina Bents

Freuen können sich der neue Vorstand und die altgedienten Karnevalisten in Osann-Monzel. Sie zeigten ihr Können vor 380 Zuschauern. Das waren 80 mehr als im vergangenen Jahr. Moderiert wurde der Abend erstmals von dem schottischen Ehepaar Mitch und Rosemarie Fowlie.

Die goldene Ehrennadel der RKK (Rheinische Karnevals Kooperation) hat sich Fritz Marmann verdient. Seit Bestehen des Vereins 1978 bis zum vergangenen Jahr war er der Vorsitzende der Oestelbachlerchen. Auch seine Narrenkollegen Hans-Rüdiger Berres und Hedwig Gorges haben das Bild des Vereins viele Jahre lang geprägt und sind dafür mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet worden. Sie lassen jetzt die jüngere Generation unter dem Vorsitz von Markus Sailler Verantwortung übernehmen. Eine der auffälligsten Veränderungen unter dem neuen Vorstand war die Moderation von Mitch und Rosemarie Fowlie. Locker und im Schottenrock moderierte der seit 2004 in Osann-Monzel lebende Mitch Folie und seine aus dem Ort stammende Frau die Sitzung. Die Vorträge waren sehr ausdrucksstark, und die Garden überzeugten mit anspruchsvollen Hebefiguren. Der Generationswechsel im Osann-Monzeler Karneval ist gelungen.

Mitwirkende: Moderation: Mitch und Rosmarie Fowlie, Kinderprinzenpaar: Prinz Tim I. und seine Lieblichkeit Prinzessin Pauline I., Funkengarde: Leitung Erika Ullmann und Janine Kasel, Prinzengarde: Trainerinnen Alice Schweisel, Jessica Rosswinkel, Rainer Niederprüm, Solomariechen Andrea Sailler: Trainerinnen Janine und Michelle Kasel, Männerballett: Trainerin Ute Kasel, Fritz Marmann, Susi Traut, Peter Traut, Berthold Traut, Arnold Pauly jun., Gerdi Weindel, Tanja Schording, Roman Kohnz, Eva Schweisel, Mike Gödert, Kai Palzer, Irmtrud Landsmann, Wilhelm Hochscheid, Hans Gorges, Edwin Jakoby, Mitch Fowlie, Steffi Engel, Uschi Swoboda, Petra Dinkler, Ute Stroh, Beatrix Müllers, Ursel Schenden, Bianca Zimmer.

 

Närrisch währt am längsten


10. Februar 2012
TV-Bericht und Foto von Christina Bents

100 Aktive zwischen zwei und 17 Jahren waren bei der Kinderkappensitzung des Karnevalsvereins Osann auf den Beinen.

Sitzungspräsident Hans Rüdiger Berres führte durch das Programm. Begleitet von Bambini- und Kindergarden hielten Elferrat und Kinderprinzenpaar Einzug. Dann startete ein abwechslungsreiches Programm. Zum Auftakt tanzte die Bambinigarde sich in die Herzen der Narrenschar.
Auf der Suche nach der verlorenen 1 brachten Gina Zimmer und Ann-Kathrin Klas das Publikum zum Schmunzeln. Bei "Schatzi, schenk mir ein Foto" brachten die Sängerinnen Victoria Hilgert und Maya Warneke das Publikum locker zum Mitsingen. "Mozart meets Hip-Hop" war das Motto des Schautanzes der Funkengarde.
Die Schlümpfe waren ebenfalls zu Besuch in der Oestelbachhalle. Hier war mit Emma Christen die jüngste Tänzerin dabei. "Das Quiz" hieß der Sketch, der von Jana Hoffmann und Tim Gorges gekonnt aufgeführt wurde. Mit dem Song "Wenn Eskimos tanzen" brachten die Eisbären mit ihren Tänzerinnen das Publikum auf Hochtouren.
Am "Stammtisch" unterhielten sich vier Osanner Leute gekonnt in Osanner Platt über so manches Ereignis im Dorf. Den Abschluss machten die Mädels der Kindergarde mit ihrem Schautanz "Disco-Girls damals und heute", mit dem sie dem Publikum anschaulich und stimmungsvoll eine tolle Zeitreise boten.
Der Erlös der Sitzung kommt der Einrichtung Maria Grünewald zugute. red

Mitwirkende:
Bambinis: Joline Beucher, Nicole Diedrich, Viktoria Hilgert, Helena Kirch, Melina Kreusch, Noélie Kriebs, Franziska Poss, Hannah Theisen, Luisa van Bosveld-Heinsius, Maya Warneke, Patricia Winter, Lena Barten, Lora Dell, Jana Eckenroth, Maleen Eckenroth, Trainerinnen: Monika Jacobi, Julia Fritzen, Melanie Theisen.
Kindergarde: Alina Barten, Kim Beucher, Celine Brösch, Anna Christen, Lena Christen, Sophie Gabriel, Pauline Hilgert, Jacquelina Jakoby, Laura Jansen, Sarah Jostock, Ann-Kathrin Klas, Beatrice Max, Sara Pauly, Anna Port, Saskia Schleyer, Gina Zimmer, Trainerinnen: Eva Schweisel, Ellen Beucher.
Funkengarde: Sandra Brösch, Lisa Christen, Rebecca Grzeski, Julia Helbig, Isabelle Junk, Michelle Kasel, Jana Müllers, Andrea Sailler, Elena Simon, Franziska Schording, Lina Thiel, Elena Thul, Laura Ullmann, Dominik Lipsmeier, verletzt: Selina Jostock, Trainerinnen: Erika Ullmann, Janine Kasel.

Ich bau Dir ein Schloss: Melina Kreusch, Patricia Winter, Lara Krüger, Hannah Theisen, Julia Klas, Joline Beucher, Annalena Koch, Felix Ullmann.
Resi: Lena Barten, Helena Kirch, Noellie Kriebs, Luisa van Bosveld Heinsius, Lara Kirch, Nele Steffes, Noah Egner, Philipp Ertz, Nils Gorges.
Schlümpfe: Dominik Lipsmeyer, Beatrice und Hannah Max, Lena und Emma Christen.
Wenn Eskimos tanzen: Anna Port, Sophie und Lukas Gabriel, Sarah Jostock, Dario Bölinger, Felix Ullmann.
Am Stammtisch: Magdalena Berres, Jan Bollig, Franziska Fritzen, Matthias Poss.

Leserbrief zum Artikel "Vom Behördenleiter..."


10. Februar 2012
aus Trierischer Volksfreund

Wirtschaft
Zum Artikel "Vom Behördenleiter zum Windkraft-Lobbyisten" (TV vom 4./5. Februar):

Wie bereits die Überschrift andeutet, kann der Leser nur zu dem Schluss gelangen, dass hier Lobbyismus in höchster Form beschrieben wird. Die Firma Juwi hat den früheren Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Josef Peter Mertes, sicherlich nicht wegen seiner Fachkompetenz auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien engagiert, sondern wegen seiner Kontakte zu den Kommunalpolitikern der Region Trier. Schaut man sich die Eignungsgebiete für Windkraft in Hunsrück und Eifel an, liegt hier ein großes zu erschließendes Auftragspotenzial für die Betreiber von Windenergie-Anlagen. Es ist nur allzu verständlich, dass den Konkurrenzunternehmen diese Partnerschaft zu weit geht und hier eine Wettbewerbsverzerrung befürchtet wird. In Zeiten, in denen täglich über Vorteilsannahme, Korruption und Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft berichtet wird, reiht sich dieser Artikel nahtlos ein. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen in den Kommunen sehr genau die angebotenen Verträge miteinander vergleichen und einen fairen Wettbewerb zulassen. Entscheidend sollten nicht nur die finanziellen Erträge, sondern auch die Vertragsklauseln sein. Ich stelle mir auch die Frage, ob ein Pensionär, dessen Ruhegehalt sich aus einer ehemaligen B-Besoldung errechnet, eine solche Beschäftigung gegen Bezahlung nötig hat? Bertram Bollig, Osann-Monzel

Zum Artikel

Osann-Monzel gestaltet Anlagen und Plätz


08. Februar 2012
TV-Bericht von Ursula Quickert

Neubaugebiete, Kindergarten, Kriegerehrenmal: Osann-Monzel investiert in diesem Jahr knapp eine halbe Million Euro im Ort.

Keine neuen Kredite und sinkende Schulden: Der Gemeinderat Osann-Monzel ist mit dem Haushalt 2012 sehr zufrieden. 235 054 Euro Schulden hatte Osann-Monzel am Jahresende, am 31. Dezember 2012 sollen es 213 758 Euro sein. Jeder Osann-Monzeler ist damit im Schnitt mit 129 Euro verschuldet.
Die Gemeinde investiert in diesem Jahr insgesamt 451 100 Euro. Der größte Posten ist der Ankauf unbebauter Grundstücke mit veranschlagten 150 000 Euro. Die 280 000 Euro teure Erweiterung des Kindergartens schlägt 2012 noch mit 76 000 Euro zu Buche. Für die Erschließung des Baugebiets Auf Zalzert fallen 2012 vor aussichtlich 42 800 Euro an, für die Gestaltung der Außenanlagen und die Aussegnungshalle auf dem Friedhof Osann 25 000 Euro. Jeweils 10 000 Euro kosten die Arbeiten an der Außenanlage des Monzeler Gemeindehauses und am Vorplatz des Gemeindehauses Osann.
An der Schutzhütte am Wassertretbecken sollen für 40 000 Euro Toiletten entstehen, die Osanner Schutzhütte wird für 5000 Euro saniert. Für einen Aussichtsturm am Hüttenkopf sind 10 000 Euro Planungskosten anvisiert. Außerdem plant die Gemeinde 10 000 Euro für die Neugestaltung des Kriegerehrenmals in Osann ein. Ausgaben von 5000 Euro sind für Ruhebänke, Platzgestaltung und Hinweisschilder vorgesehen. Für 15 000 Euro werden neue Geräte für die Kinderspielplätze Monzel und Eichflur angeschafft.
Diskutiert wurde im Gemeinderat darüber, ob der Gewerbesteuersatz angehoben werden soll, um die Einnahmen zu verbessern. Noch hat Osann-Monzel zwar liquide Mittel, also flüssiges Geld, von 250 000 Euro, doch am Ende des Jahres sind davon voraussichtlich nur noch 11 000 Euro übrig. Schließlich müssen die Investitionen bezahlt werden. 2011 hatte Osann-Monzel 550 000 Euro Gewerbesteuer eingenommen. Die Ratsmitglieder entschieden sich unisono gegen eine Erhöhung des Steuersatzes, um die etwa 65 Betriebe im Ort nicht zu belasten. Ebenso gab er einstimmig sein Ja zum Haushaltsplan.
Außerdem hat er beschlossen, dass die Gemeinde am Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft teilnimmt. Weiteres Thema war der Forst: Er hat der Gemeinde im vorigen Jahr wegen des Windwurfs und guter Preise 240 000 Euro Einnahmen beschert. Abzüglich der Ausgaben blieben 111 000 Euro übrig. In den vergangenen fünf Jahren seien insgesamt 226 900 Euro eingenommen worden, berichtete Revierleiter Alois Meyer.
In diesem Jahr wird der Einschlag wegen des Sturmtiefs Xynthia allerdings gebremst und in die Wiederaufforstung investiert, so dass der Forst voraussichtlich nur mit einem kleinen Plus abschließt. Der Preis für ein Festmeter Langholz steigt von 40 auf 44 Euro, ein Raummeter Holz kostet künftig 55 statt 49 Euro.

Einmal Totalschaden, einmal im Bach


07. Februar 2012
TV-Bericht von Björn Pazen
Foto privat

Schlimmer geht es nimmer: Bedingt durch Schneechaos und Unfälle kamen nur zwei von drei regionalen Teams bei der historischen Rallye Monte Carlo überhaupt ins Ziel - diese allerdings unter ferner liefen.


Monte Carlo/Wittlich. "Ich war jetzt schon zehn Mal dabei, aber das war die härteste Monte aller Zeiten." Günter Meierer aus Osann-Monzel (Kreis Bernkastel-Wittlich) hat eine lange Rallye-Erfahrungen, aber der Co-Pilot kann sich nicht an ähnliche Verhältnisse erinnern, wie er sie in der vergangenen Woche bei der Rallye Monte Carlo für historische Fahrzeuge erlebte. Der Winter, vor allem die Unmengen von Schnee in den Alpen, setzte den Fahrern in ihren "alten Schätzchen" derart zu, dass nur knapp zwei Drittel der rund 300 gemeldeten Teams ins Ziel kamen - einige erreichten bei der Sternfahrt nicht einmal den Start am Hafen von Monte Carlo.
Zu diesen Unglücksraben zählten Frank und Gerhard Richter aus Kröv (ebenfalls Kreis Bernkastel-Wittlich). Über ein Jahr lang hatten sie ihren DKW F12 aus dem Jahr 1964 für diese härteste aller historischen Rallyes vorbereitet - und dann das: Bei der Anfahrt von Turin nach Monte Carlo raste ein anderes Auto auf ihren Rallye-Boliden, Totalschaden - das Aus schon vor dem Start. Doch den Rallye-Spaß wollten sich Vater und Sohn nicht nehmen lassen, sie fungierten allerdings nicht mehr als Fahrer, sondern als Mechaniker für das französisch-belgische DKW-Team von Yves Huyghe de Mahenge/Etienne Grandjean.
Zumindest bis zum Start (und dann auch ins Ziel) schafften es Günter Meierer als Co-Pilot im Volvo des Österreichers Gerd Pierer sowie Axel Weinand aus Platten als Co-Pilot von Karl Piehl aus Fulda in ihrem 58 Jahre alten Mercedes 190 SL.
Meierer kam wegen Schneeverwehungen auf dem Weg von Reims nach Monte Carlo allerdings viel zu spät an, durfte aber dennoch starten. Doch im Verlauf der Rallye blieb ihm das Pech treu. Mehrfach wurde sein Fahrzeug ausgebremst, weil sich entweder Abschleppwagen auf der Strecke befanden oder langsame Fahrzeuge vor ihnen waren, die nicht überholt werden konnten - was Strafzeiten, Strafpunkte und eine bessere Platzierung kostete. Am Ende sprang der 118. Rang unter 214 Fahrzeugen im Ziel heraus.
"Bei uns ist alles schiefgelaufen", war auch die Meinung von Axel Weinand. Schon bei der Anreise von Turin nach Monte Carlo blieb 180 Kilometer vor dem Startort das Fahrzeug mit Getriebeschaden liegen, auf dessen Anhänger sich der Rallye-Mercedes befand. Nach der dritten Wertungsprüfung lagen Weinand/Piel aussichtsreich auf Rang elf der Gesamtwertung, dann passierte es: Drei Kilometer hinter dem Ziel der Prüfung kamen sie auf einer Eisplatte von der Fahrbahn ab, der Mercedes schoss über eine Brückenmauer - und blieb zwei Meter tiefer mit der "Schnauze" in einem Bachlauf liegen, das Heck noch auf der Mauer. "Da war die Rallye sportlich für uns gelaufen, wir wollten aber unbedingt ins Ziel kommen", sagt Weinand.
Mit Hilfe von fünf Mechanikern wurde der SL 190 wieder fahrtüchtig gemacht, aber durch die lange Reparatur kam das Duo bei drei Prüfungen außerhalb des Zeitlimits an, kassierte insgesamt 70 000 Strafpunkte - und wurde dann bei der "Nacht der langen Messer" am Freitag zu allem Überfluss von noch langsamer fahrenden Teilnehmern aufgehalten. Weinand: "Aber immerhin haben wir den Hafen von Monte Carlo zum dritten Mal gesehen, das Ziel war unser einziges Ziel." Nach Rang zehn im Vorjahr gab es nach all diesen Pleiten, Pech und Pannen den 198. Platz im Jahr 2012.

 

Leserbrief zu Windkraft


30. Januar 2012
aus Trierischer Volksfreund

Zum Artikel "Osann-Monzel packt Windkraftprojekte an" (TV vom 19. Januar) schreibt dieser Leser:

Nach B 50 neu und den Flurbereinigungsverfahren in Altrich, Platten und Wengerohr mit all ihren negativen Auswirkungen auf die Natur und ihre Bewohner jetzt auch noch im gleichen Lebensraum Windkrafträder. Hier wird ganze Arbeit geleistet - zu Lande, zu Wasser und dann auch noch in der Luft. In einem Bereich, in dem Kolkrabe, viele Spechtarten, der Raubwürger, viele Eulenarten und Fledermäuse ganzjährig leben. Nach Wildbrücken und Gewässerumleitungen empfiehlt es sich, Luftkorridore für die geschützten Arten anzulegen, nach Möglichkeit durch naturfremde Spezialisten, die das Niveau der bestehenden Naturhilfen, auch für die Bewohner der Luft, sichern. Eine Möglichkeit wären Verkehrsschilder mit der Aufschrift: "Achtung Windräder - geschützte Vogelarten bitte rechts fliegen!" Ernst Greve Wittlich

Auf den Spuren des Rekord-Weltmeisters

Pilot Karl Piehl und Co-Pilot Axel Weinand bestreiten die historische Rallye Monte Carlo in ihrem 57 Jahre alten Mercedes SL 190. Foto: privat


29. Januar 2012
TV-Bericht von Björn Pazen
Foto privat

Mit ihren "alten Schätzchen" wollen die Piloten und Co-Piloten wieder für Furore sorgen. Sie starten ab heute bei der historischen Version der Rallye Monte Carlo.

Monte Carlo. Vor einer Woche jubelte Sebastien Loeb beim Comeback der "richtigen" Rallye-WM in Monte Carlo, ab heute werden sich 306 Teams auf die Spuren des Rekord-Weltmeisters begeben, um mit ihren Oldtimern und Youngtimern bei der historischen Variante der berühmtesten Rallye der Welt zu starten.
Mit dabei sind auch drei Teams aus der Region Trier - die allesamt schon über eisne große "Monte"-Erfahrung verfügen. Axel Weinand aus Platten ist der Beifahrer von Karl Piehl aus Fulda, Günter Meierer aus Osann-Monzel ist der Co-Pilot des Österreichers Gerd Pierer, und im Falle von Gerhard und Frank Richter aus Kröv (alle Kreis Bernkastel-Wittlich) treten Vater und Sohn gemeinsam an.
Auftakt als Sternfahrt
Frank Richter, der in einem DKW startet, war im vergangenen Jahr als Mechaniker bei der historischen Monte im Einsatz, Weinand und Meierer (Volvo) haben schon mehrfach an der Rallye teilgenommen. Das Team Weinand/Piehl startet in seiner Klasse sogar als Titelverteidiger.
Mit ihrem 58 Jahre alten Mercedes 190 SL (viertältestes Fahrzeug bei der Rallye) waren sie am Ende Zehnter in der Gesamtwertung, nachdem sie lange auf Podiumskurs gelegen haben, bevor ein technischer Defekt sie zurückwarf.
"Ob man eine solche Platzierung nochmal wiederholen kann, weiß ich nicht. Wir wären mit einem Platz unter den ersten 30 schon zufrieden", sagt Weinand, der wie Meierer im Team Loos historique startet - das schon mehrfach die Mannschaftswertung gewonnen hatte.
Wie fast alle Teilnehmer trainierten Weinand/Piel im Dezember auf den Rallye-Prüfungen. "Grundsätzlich fahren auch die historischen Fahrzeuge auf der gleichen Strecke wie Weltmeisterschafts-Piloten. Unsere Strecken sind sogar noch etwas länger und schwerer, weil man dies den aktuellen WM-Fahrzeugen nicht zumuten konnte oder wollte", sagt Weinand, der zum dritten Mal in Monte Carlo antritt.
Grundsätzlich eint alle 306 Teams zunächst einmal der Wunsch, dreimal den Hafen von Monte Carlo zu sehen: beim Start, nach der "Nacht der langen Messer" und bei der Siegerehrung. Während die WM-Piloten gegen die Uhr fahren, bewegen sich die historischen Fahrzeuge etwas gemütlicher voran. Bester ist nicht der Schnellste, sondern derjenige, der am gleichmäßigsten fährt und die Richtzeiten einhält. "Aber das ist angesichts der Schneemassen in den Alpen gar nicht so einfach", berichtet Co-Pilot Weinand.
Weitere Besonderheit: der Auftakt der historischen Rallye Monte Carlo ist eine Sternfahrt. Die Teilnehmer reisen aus Turin, Reims, Oslo, Warschau, Glasgow und Barcelona an - je nach Herkunft.
Meierer beginnt in Reims, die Richters und Weinand beginnen in Turin. Nach rund 1000 Kilometer Anreise folgen dann rund 1500 Kilometer Wertungsprüfungen - mit dem Höhepunkt "Nacht der langen Messer", der abschließenden Nachtprüfung am Freitag.

 

Aus Osann-Monzeler Weinbergsbrachen wird wieder

Wald

25. Januar 2012
TV-Bericht und Foto von Ursula Quickert

Wildschweine machen sich breit, im schlimmsten Fall auch Krankheiten, die die Reben in der Nachbarschaft befallen können: Weinbergsbrachen sind vielen Menschen nicht nur optisch ein Dorn im Auge. Die Gemeinde Osann-Monzel nimmt sich dieses Problems jetzt an.

Sie kauft in Zusammenarbeit mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Flächen in den Bereichen Unterm Hüttenkopf, Im Kombel, Stäudchen, Vogelsang und Hahnenberg an. Sie sollen gerodet und aufgeforstet werden, teilt Ortsbürgermeister Matthias Stoffel mit, damit den Winzern weniger Schäden entstehen.

 

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