Aktuelles

Sicher mit dem Fahrrad auf der Straße


23. Juni 2013
TV-Bericht

Die Grundschüler in Haag-Merscheid sind Verkehrssicherheits-Experten auf dem Fahrrad. Das haben die Schüler in einer theoretischen und in einer praktischen Verkehrssicherheitsprüfung in Morbach bewiesen.
In Sachen Verkehrssicherheit auf dem Fahrrad macht den Schülern der Grundschule Haag-Merscheid so schnell niemand mehr etwas vor: Denn in der theoretischen und praktischen Verkehrssicherheitsprüfung der Jugendverkehrsschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich auf dem Fahrrad-Übungsplatz in Morbach setzten sich die Jungen und Mädchen aus Haag und Merscheid gegen die Grundschulen Osann-Monzel und Kinderbeuern durch, die den zweiten und dritten Platz erreichten.

44 Schulen im Wettbewerb
An den drei Standorten der Jugendverkehrsschule des Landkreises in Maring-Noviand, Morbach/Thalfang und in Salmtal-Dörbach werden Schüler der dritten und vierten Klassen der 44 Grundschulen im Landkreis in diesem Rahmen zu sicheren Straßenverkehrsteilnehmern auf dem Fahrrad ausgebildet. Die Grundschüler aus Haag-Merscheid, Osann-Monzel und Kinderbeu ren hatten sich für den Wettbewerb in Morbach qualifiziert.
Federführend wird die Fahrradausbildung von der Polizeibeamtin Michaela Geisen und den Polizeibeamten Manfred Burbach und Peter Petry geleitet. Organisatorische und pädagogische Unterstützung gibt dabei der Fachberater für Verkehrserziehung an den Grundschulen Hermann Schmidt.
Die Sieger ehrte Günter Zimmer, Geschäftsführer der Jugendverkehrsschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Er gratulierte allen teilnehmenden Schülern für das Erreichen dieser Endrunde und überreichte der Siegerklasse aus Maring-Noviand den vom Landkreis gestifteten Siegerpokal und allen teilnehmenden Schülern eine Medaille. Gleichzeitig bedankte sich Zimmer bei allen Beteiligten, die sich im Rahmen der Fahrradausbildung der jungen Verkehrsteilnehmer engagieren. Besonderer Dank galt den ehemaligen Leitern der Jugendverkehrsschulstandorten, den Polizeibeamten Karl-Peter Günter, Franz Ambrosius und Günter Schmitz, für ihre langjährige Tätigkeit und ihren persönlichen Einsatz als Verkehrssicherheitsberater der Jugendverkehrsschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich.
Ferner bedankte sich Günter Zimmer bei dem Fachberater für Verkehrserziehung, Hermann Schmidt, für langjährige gute Zusammenarbeit. Seine Nachfolge wird Jennifer Kranz von der Stefan-Andres-Realschule plus Schweich übernehmen.

Das Doppel-Dorf soll schöner werden


23. Juni 2013
TV-Bericht von Hans-Peter Linz

Die Osann-Monzeler können sich darauf freuen, dass die Plätze vor den beiden Gemeindehäusern und am Ehrenmal neu gestaltet werden. Auf der Gemeinderatssitzung hat Gerd Ullmann vom Arbeitskreis Bauen, Wohnen und Verkehr, die Pläne vorgestellt.

Seit 1987 ist die Ortsgemeinde Osann-Monzel als Dorferneuerungsgemeinde anerkannt. Mit diesem Status kann sie Förderungen, unter anderem beim Land, beantragen, um die kulturellen, baulichen und verkehrstechnischen Verhältnisse zu verbessern.
Die Bürger haben einen Arbeitskreis gegründet, der sich mit dem Schwerpunkt Platzbildung beschäftigt hat. Drei Plätze im Ort sollen aufgewertet werden. Gemeinderatsmitglied Gerd Ullmann hat die Gestaltungsvorschläge auf der Ratsitzung erläutert.

Umfeld Ehrenmal:
Das Umfeld des Ehrenmals soll eine öffentliche Grünfläche werden, die als Treffpunkt genutzt werden kann.
Der Platz wird barrierefrei umgestaltet, ein offener Pavillon soll als Unterstand dienen. Dabei soll der Boden so wenig wie möglich versiegelt werden. Die Linde an der Spitze des Platzes soll erhalten bleiben. Die dort stehenden Glascontainer kommen an einen anderen Standort. Kosten: 180 000 Euro.

Umfeld Gemeindehaus Monzel:
Ein neuer Stellplatz für einen Kühlwagen soll in Zukunft dafür sorgen, dass bei Feiern ausreichend Kühlraum für Getränke und Essen vorhanden ist. Zudem ist ein Behindertenparkplatz geplant. Ziersträucher dienen der Verschönerung des Platzes. Der vorhandene Altglascontainer kommt an einen anderen Platz. Kosten: 60 000 Euro.

Umfeld Gemeindehaus Osann:
Die Fläche vor dem Gemeindehaus in Osann soll als multifunktionaler Platz genutzt werden. Ein Behinderten- und fünf normale Parkplätze werden eingerichtet.
Zudem sind Sitzgelegenheiten geplant. Um das oft zu beobachtende wilde Parken im Bereich der Bernkasteler Straße zu unterbinden, sind Poller geplant, auch um den Platz frei zu halten. Poller sowie Sitzgelegenheiten sind abmontierbar, damit bei Festen und der Kirmes dort ein Festzelt errichtet werden kann. Kosten: 45 000 Euro.

Die drei Vorschläge wurden vom Gemeinderat einstimmig angenommen. Mit der Kostenkalkulation können diese Pläne nun beim Land eingereicht werden. Wenn das Land sie bewilligt, sei mit einem Kostenzuschuss von rund 50 Prozent zu rechnen, erklärt Hans Gorges, erster Beigeordneter, gegenüber dem TV.

Extra
Die Planung, eine Windkraftanlage in Osann-Monzel zu bauen, wird aufgeschoben. Im Februar hatte der Gemeinderat den Beschluss gefasst, Windkraft zu nutzen. Es gibt mehrere Eignungsflächen. Allerdings habe die Landesregierung noch nicht die "historischen Kulturlandschaften" benannt, in denen Windkraft nicht möglich ist. Das soll im Herbst erfolgen. Laut Auskunft der Verbandsgemeindeverwaltung wurde ein Kriterienkatalog erarbeitet. Nach den vom VG-Rat festgelegten Kriterien sei der in die Diskussion gekommene Stöppelberg an der Grenze zu Klausen aktuell kein "Windkraftstandort".

Extra
In der Kita Osann-Monzel wird eine Spielebene für 2800 Euro angeschafft. Diese Ebene, die eine Rutsche und eine Leiter hat, soll im Wiesenzimmer der Kita installiert werden, um den Kindern mehr Bewegungsmöglichkeit zu geben. Die Planung, einen Aussichtsturm zu errichten, wird auf Empfehlung von Ortsbürgermeister Matthias Stoffel zurückgestellt. Allein der Kostenanteil der Gemeinde würde 206 000 Euro betragen. Die Finanzierungssituation und auch eine Förderung seien derzeit noch unklar.

Überlegen auf der Kartbahn


19. Juni 2013
TV-Bericht

Die Slalom-Fahrer des MSV Osann-Monzel haben beim eigenen, erstmals auf der Kartbahn des Hunsrückrings Hahn ausgetragenen 41. ADAC-DMSB-Automobilslalom überzeugende Leistungen gezeigt.

Osann-Monzel/Hahn. Beim bereits um 9 Uhr in der Frühe beginnenden DMSB-Slalom erreichten die Fahrer des MSV Osann-Monzel bei strahlendem Sonnenschein gute Platzierungen.

So konnte der Kinheim-Kindeler Manfred Bläsius (MSV Osann-Monzel) im BMW 316i der Leistungsgewichtsklasse G 5 den Klassensieg vor seinem Vereinskameraden Ralf Kleinsorg und gegen weitere fünf Starter behaupten. Erstmals auf einem Automobilslalom-Parcours unterwegs waren Michelle Bläsius im eigenen BMW und Nico Kleinsorg im BMW 316i Compact von Vater Ralf.

Besonders Nico Kleinsorg konnte von den gefahrenen Zeiten her überzeugen. Das Abräumen der Zielgasse im zweiten Lauf, verbunden mit 33 Strafsekunden, warf ihn aber vom anvisierten zweiten Klassenrang zurück. Bei den verbesserten Fahrzeugen der Gruppe F, Klasse 8 (bis 1300 Kubikzentimeter) belegte Stefan Ehlen aus Hasborn (MSV) in seinem Simca Rallye 2 den ersten Platz. In der Klasse F11 (bis 2000 Kubikzentimeter) siegte Ralf Orth (MSV) in seinem BMW 320iS überlegen.

In der leistungsgesteigerten Klasse H14 (bis 2000 Kubikzentimeter) trat der MSV-Fahrer Patrick Orth erstmals mit seinem neuen BMW Frank E30 320iS bei einem Slalom an. Gegner in dieser Klasse war unter anderem der Deutsche Slalommeister des Jahres 2011 Frank Sperrfechter mit seinem Opel Kadett C Coupé. Dieser leistete sich einen Pylonenfehler, wäre aber auch ohne die daraus resultierenden drei Strafsekunden mehr als fünf Sekunden langsamer als der überlegene Klassensieger gewesen.

Patrick Orth wurde mit einer Gesamtfahrzeit von 3:51,20 Minuten nicht nur Klassensieger in der H14, sondern siegte auch in der Wertungsgruppe H und erzielte gleichzeitig den Gesamtsieg.

Zum Abschluss des Veranstaltungstages starteten die Fahrer der BMW Mini Slalom-Challenge. Hier wurde der MSV-Fahrer Rolf Bierlein Zweiter in der Klasse der BMW Mini mit Turbomotor.

Ein mineralischer und eleganter Jahrgang


16. Juni 2013
TV-Bericht

Klassisch, mineralisch, elegant - zu diesem Urteil über den Weinjahrgang 2012 von Mosel, Saar und Ruwer sind die Juroren der Jahresauswahlprobe der Mosel-Weinwerbung gekommen. 60 Fachleute probierten im Steillagenzentrum 640 Weine, die von rund 200 Betrieben aus dem Anbaugebiet eingereicht worden waren.

Die Jury setzte sich aus Prüfern der amtlichen Qualitätsweinprüfung, Fachleuten von Moselwein e.V., Weinbauverband, DLR Mosel sowie weiteren Weinfachleuten zusammen, darunter auch Tester renommierter Weinführer sowie Sommelierausbilder und Gastronomen.
Die Siegerweine kommen aus dem gesamten Weinanbaugebiet, von Koblenz-Güls über Winningen, Pommern, Bruttig-Fankel, Zell-Merl, Kinheim, Lieser, Osann-Monzel, Piesport, Trittenheim, Leiwen, Schleich, Pölich und Mehring bis nach Trier und Tawern-Fellerich.

Die Probe zeigte die hohe Qualitätsdichte der Weine im Gebiet. Häufig entschieden nur Kommastellen über die Platzierung. In zwei Kategorien gab es punktgleich zwei Erstplatzierte, in einer Kategorie teilen sich drei Weine den ersten Rang.
Die Siegerweine der 15 bewerteten Kategorien:
Riesling Qualitätswein trocken: 2012 "Vom Grauen Schiefer" Riesling Qualitätswein trocken, Weingut Leo Fuchs, Pommern.
Riesling Qualitätswein halbtrocken/feinherb: 2012 Riesling Classic, Weingut Heinz Schneider, Leiwen.
Riesling Kabinett trocken: 2012 Riesling Kabinett trocken, Weingut Viermorgenhof, Kinheim.
Riesling Kabinett halbtrocken/feinherb: 2012 Pölicher Held Riesling Kabinett feinherb, Weingut Kanzlerhof, Pölich.
Riesling Kabinett lieblich: 2012 Piesporter Goldtröpfchen Riesling Kabinett, Weingut Reuscher-Haart, Piesport, und 2012 Fankeler Layenberg Riesling Kabinett, Weingut Klein-Götz, Bruttig-Fankel.
Riesling Spätlese halbtrocken/feinherb: 2012 Trittenheimer Apotheke Riesling Spätlese halbtrocken, Weingut Schmitt-Rodermund, Trittenheim, und 2012 Kestener Paulinshofberg Riesling Spätlese feinherb, Weingut Ludger Veit, Osann-Monzel.
Riesling Spätlese fruchtsüß: 2012 Winninger Röttgen Riesling Spätlese, Weingut Fries, Winningen; 2012 Mehringer Zellerberg Riesling Spätlese, Weingut Winfried Reh, Schleich, und 2012 Lieserer Niederberg-Helden Riesling Spätlese, Weingut Ludwig Thanisch, Lieser.
Elbling: 2012er Elbling Classic, Weingut Biewers, Tawern-Fellerich.
Rivaner: 2012 Rivaner Classic, Weingut Michael Hank, Mehring
Weiße Burgundersorten: 2012er Weißer Burgunder Qualitätswein trocken, Weingut Ludwig Thanisch, Lieser.
Rosé/Blanc de noirs: 2012 Spätburgunder Blanc de noirs Qualitätswein trocken, Staatliche Weinbaudomäne Trier.
Rotwein: 2012 Spätburgunder Qualitätswein trocken, Weingut Toni Müller, Koblenz-Güls.
Riesling Sekt: 2011 Zeller Nußberg Riesling Sekt b.A. brut, Wein- und Sektmanufaktur Stephan Fischer, Zell-Merl.
Elbling Sekt: 2007 "Dichtertraum" Elbling Crémant brut, Saar-Mosel-Winzersekt GmbH, Trier
Sekt aus Burgundersorten/Rebsorten-Cuvée: 2011 Crémant b.A. extra brut (Cuvée aus Spätburgunder, Riesling und Chardonnay), Sektgut St. Laurentius, Leiwen.

Die Weine aus der Bestenliste werden vom Moselwein e.V. für Werbeaktionen, Gebietspräsentationen und Seminare verwendet. Im zweiten Teil der Jahresauswahlprobe werden im Spätsommer die edelsüßen Weine ab Prädikat Auslese, trockene Riesling-weine im Superpremium-Bereich sowie Barrique-Rotweine bewertet und verkostet. Die Ausschreibung und Anmeldeformulare werden unter www.weinland-mosel.de zum Download bereitgestellt und auf Wunsch zugesendet. Die Teilnahme ist kostenlos. red
Die Bestenliste steht im Internet unter www.weinland-mosel.de

Abenteuer mit einem 105-jährigen Pflegefall


12. Juni 2013
TV-Bericht von Sybille Schönhofen

"Da kann man was draus machen." Mit dieser Ansicht standen die Käufer eines Bauernhauses von 1908 in Osann beinahe allein. Inzwischen muss jeder Zweifler zugeben: Es hat sich gelohnt, das alte Gemäuer zu retten. Das Haus in der Bernkasteler Straße 42 in Osann ist ein Beispiel für den erfolgreichen Schutz historischer Bausubstanz.

Es begann vor 15 Jahren wie ein großes Abenteuer. Josef Steffen aus Bitburg suchte für sich und seine Lebensgefährtin Ingrid Herres-Ertz aus Piesport ein Haus an der Mosel. In Osann wurde der Bankangestellte 1998 fündig. Als er es seiner Lebensgefährtin präsentierte, sei sie fast in Ohnmacht gefallen, erzählt diese. Sie stand vor einem winzigen Bauernhaus aus dem Jahr 1908. Es gab nur zwei kleine Räume darin, dazu eine Scheune und einen Stall. Jahrelanger Leerstand hatte die Attraktivität nicht gesteigert.

Die Eier lagen noch im Topf

Innen war alles noch so, wie es die letzte Bewohnerin beim Umzug ins Pflegeheim zurückgelassen hatte. In der Küche lagen sogar noch die Eier in den Töpfen. Trotzdem kaufte das Paar das Anwesen. Ihre Fantasie reichte aus, um es sich schönzumalen.
Eines sollte niemand, der ein altes Haus kauft, versäumen, raten sie: ein Gutachten über die Bausubstanz einzuholen. Das bewahre vor bösen Überraschungen. Josef Steffen und Ingrid Herres-Ertz wussten von Anfang an, was auf sie zukommen würde. Die Bausubstanz war zwar in Ordnung, aber es gab nur eine einzige Wasserstelle im Haus, nur eine Toilette mit Ablauf in die Jauchegrube und keine Heizung. Neben der Einrichtung von Be- und Entwässerung musste die Stromversorgung neu geplant und installiert werden. Und bevor sie die Renovierung überhaupt angehen konnten, musste das Paar erst einmal fünf Container mit altem Plunder aus dem Haus räumen.
Für eine großzügigere Raumaufteilung plante Josef Steffen den Grundriss neu. Wände wurden geöffnet, Türen versetzt, drei Bäder geschaffen. Der Speicher wurde zum Wohnraum umgebaut, ebenso die Scheune, die direkt an den Hausflur grenzte und heute Wohnzimmer ist. So erweiterten die neuen Besitzer die Wohnfläche von 70 auf 200 Quadratmeter. Vom Sofa aus blicken sie jetzt durch das bleiverglaste Scheunentor auf den gepflasterten Hof, der in einen idyllischen Garten mit Aussicht auf den Hüttenkopf übergeht.
Der ideale Platz für einen kleinen Cafébetrieb, in dem sie als Winzerin ihren eigenen Wein ausschenken könnte, träumt Ingrid Herres-Ertz. In mehreren Terrassen hat sie im Garten eine lauschige Wildnis mit Teich geschaffen. Stufen aus Eisenbahnschwellen führen hinab zur Wiese, die von Büschen eingerahmt ist. Alle paar Schritte laden Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Staunen zwischen den kunterbunten Beeten ein. Im Apfelbaum hängt ein grünes Fahrrad, auf die Enden toter Äste eines Eichenbaums sind Weinflaschen gestülpt. Von einem Spalier mit Weinreben baumeln Töpfe herab. Ein Essigbaum ist mit Handtaschen dekoriert, aus denen Erika wachsen. Aus dem Dach der Holz-Garage ragt ein Holunderbaum. Im Garten wie im Haus genießen Steffen und Herres-Ertz die Gemütlichkeit, die ihnen das hell verputzte Schieferhaus mit schmucken Sandsteingesimsen um weiße Sprossenfenster bietet.

Sieben Monate bis zum Einzug
Nur sieben Monate haben sie für die liebevolle Instandsetzung bis zum Einzug gebraucht. Rekordzeit. Ihr Rat für alle, die wie sie jede freie Minute in ein solches Projekt stecken: Man sollte sich einen festen Tag in der Woche nehmen, an dem man Freizeit mit der Familie einplant. Damit sie möglichst schnell vorankamen, verzichteten sie darauf, die Hand nach Geldern aus öffentlichen Töpfen auszustrecken. Damit wollten sie auch jeglichen Auflagen aus dem Weg gehen. Viel Schützenswertes sei innen sowieso nicht zu erhalten gewesen. Übrig geblieben sind noch originale Zimmertüren, Bodenfliesen und die Treppe. Was raus musste, wurde an anderer Stelle wieder verwertet. Wo Steine fehlten, besorgte Steffen sie von anderen alten Abrisshäusern, um den Stil zu wahren.
Warum sie dieses Abenteuer eingegangen sind? Weil er sich wohlfühlt in Häusern, die ihn an seine Kindheit in Bauernhäusern der Eifel erinnern, antwortet Steffen, der aus Beilingen stammt. Freunde und Verwandte wollten nicht an das Projekt glauben. Die beiden aber behielten recht mit ihrer Sicht: "Da kann man was draus machen." Wer sie heute besucht, ist entzückt. Josef Steffen und Ingrid Herres-Ertz würden sich wieder für den hundertfünfjährigen Pflegefall entscheiden. Mit der Einschränkung, dass sie dafür noch mal zehn Jahre jünger sein müssten, sagt der 70-Jährige und lacht.

Bürgerliste Osann-Monzel gegründet


11. Juni 2013
TV-Bericht

Die Kommunalwahlen 2014 werfen ihre Schatten voraus. In Osann-Monzel hat sich eine Bürgerliste Osann-Monzel e.V. (Blomo) gegründet.

Die neu gegründete Bürgerliste Osann-Monzel ist keine Partei, sondern der Zusammenschluss kommunalpolitisch interessierter Menschen beider Ortsteile. Sie wollen ohne parteipolitische Zwänge direkt vor Ort bürgerorientierte Kommunalpolitik machen.
"Den Blick nach vorn gerichtet wollen wir den Bürgern die Zusammenhänge der kommunalen Politik verdeutlichen. Wir verstehen uns als zukünftige Moderatoren des Bürgerwillens und werden uns um Öffentlichkeit und Transparenz in der Gemeindepolitik bemühen", so der erste Vorsitzende des Vereins, Bertram Bollig. Ergänzend hierzu erklärt Erich Müller, zweiter Vorsitzender: "Wer die politischen Vorgänge im Ort versteht, wird eher bereit sein, sich auch dafür zu engagieren. Wir wollen durch unser Engagement Bürgerinnen und Bürger ermutigen, selbst - oder mit unserer Unterstützung - für ihre Interessen aktiv zu werden."
Bei der Gründungsversammlung beschlossen die Mitglieder, dass die für alle Bürger von Osann-Monzel offenen Mitgliederversammlungen regelmäßig am ersten Mittwoch zu Beginn jedes Quartals stattfinden sollen. Die erste Versammlung findet am Mittwoch, 3. Juli, statt. Dann wird sich der Verein vorstellen.

Nähere Informationen beim ersten Vorsitzenden Bertram Bollig, Telefon 06535/7733, oder per E-Mail an familie.bollig@t-online.de und beim zweiten Vorsitzenden Erich Müller, Telefon 06535/854, oder per E-Mail an info@naehenundmehr-osann.de

Wirtschaft als Standortfaktor


11. Juni 2013
TV-Bericht von Hans-Peter Linz

Wirtschaft, Tourismus und viel Bürgerengagement - eine Reise durch die Verbandsgemeinde (VG) Wittlich-Land zeigt eine vielfältige Landschaft. TV-Redakteur Hans-Peter Linz ist mit VG-Bürgermeister Christoph Holkenbrink durch die VG gereist, um bedeutende Projekte zu besuchen.

Es ist ein sonniger Tag, an dem die Reise durch die VG Wittlich-Land startet. Christoph Holkenbrink, seit fast 22 Jahren Bürgermeister der Verbandsgemeinde, ist stolz auf seinen "Beritt", der sich in der frühen Junisonne besonders farbenprächtig präsentiert. "Ohne die Verkehrsachsen, die wir haben und die noch entstehen, hätte sich diese Verbandsgemeinde nicht so entwickeln können", sagt der 64-Jährige. Die Autobahn A 48, die in den 60er und 70er Jahren in Ost-West-Richtung entstand, habe die Ansiedlung von vielen Firmen und Arbeitsplätzen in der Stadt Wittlich ermöglicht, darunter Ideal Standard, Goodyear Dunlop, Dr. Oetker oder Benninghoven. Auch viele Bürger aus Wittlich-Land arbeiten dort. Insofern sind diese Unternehmen indirekt auch für Wittlich-Land von Bedeutung. Nun geht die Verkehrserschließung mit dem Bau der A 1 und der B 50 neu in die zweite, bedeutende Phase.

Altrich/Platten, B 50
Die Fahrt geht von Wittlich Richtung Platten. Der Hochmoselübergang und die dadurch ermöglichte Anbindung des Rhein-Hunsrück-Raumes an die Eifel und darüber hinaus nach Belgien (Antwerpen) ist für Holkenbrink ein entscheidender Schritt, um die Region besser zu erschließen. Die damit verbundene Neusortierung des Verkehrs zwischen Altrich und Platten bringe einen positiven Effekt auf die beiden Orte, besonders in Hinblick auf den Schwerlastverkehr.
Platten, Feuerwehr
Ein erster Stopp führt nach Platten. "Hier haben wir ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut, wozu die Feuerwehrleute eine beachtliche Eigenleistung eingebracht haben", sagt Holkenbrink. Die Freiwillige Feuerwehr habe einen erfreulich hohen Frauenanteil, und im Neubau war es nun auch möglich, getrennte Umkleideräume und Toiletten einzurichten. Insgesamt engagieren sich freiwillig 684 Mitglieder in der Wehr von Wittlich-Land.



Osann-Monzel, Schulprojekt
Weiter geht es nach Osann-Monzel. Dort wird derzeit die Grundschule erneuert. "Das Haus steht unter Denkmalschutz, nun wird das Dach erneuert und ein zweiter Rettungsweg integriert," erzählt Holkenbrink. Angenehmer Nebeneffekt: Unter dem Dach gibt es zusätzlichen Raum, den die Schule nutzen kann. Hedwig Lobüscher, geborene Piesporterin, leitet die Schule seit 2002. Sie erzählt, dass dort 70 Schüler unterrichtet werden, die Tendenz sei steigend.

Spangdahlem, Airbase
"Um ein Haar wären die Abgase der großen Transportmaschinen hier über Binsfeld geweht," erzählt Holkenbrink nach einer Fahrt über Feldwege an die Airbase Spangdahlem, deren Stellplatzerweiterung an Binsfeld grenzt. Erst auf gemeinsamen Druck der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und der Ortsgemeinde Binsfeld wurde ein wirksamer sogenannter Blast Fence gebaut, der die Abgase ablenkt. Die vor einigen Jahren erbaute Flugbahnerweiterung bietet Platz, um bis zu elf C 5 Galaxy-Transporter zu parken.


Salmtal, IGS
An der Realschule plus /Integrierten Gesamtschule in Salmtal fand noch unter der Regie der VG die Weichenstellung für die neue Mensa statt. "Wir waren froh, dass wir für dieses Projekt einen jungen und kompetenten Architekten aus der Region verpflichten konnten," sagt Holkenbrink über das 1,7 Millionen-Euro-Projekt. Die rote Fassade des Gebäudes, die durch Fensterblöcke durchbrochen wird, leuchtet schon von weitem und zieht das Auge des Betrachters auf sich.

Salmtal, Bahn-Haltepunkt
Die Wirtschaftsachse Trier-Luxemburg ragt inzwischen bis ins Wittlicher Land. Das dokumentiert zum Beispiel der neue Bahnhaltepunkt in Salmtal. "Viele Pendler fahren von hier nicht nur im 1/2-Stundentakt nach Trier zur Arbeit, sondern mittlerweile ist es auch möglich, morgens ohne umzusteigen bis zum Hauptbahnhof Luxemburg zu fahren. Für die Anreise der Pendler ist von der Ortsgemeinde Salmtal mit Landesförderung neben dem Bahnhaltepunkt auch ein großer Parkplatz gebaut worden," berichtet der VG-Chef. Und siehe da: Der Parkplatz des Bahnhofes ist am Nachmittag noch gut gefüllt. Zudem ist um den Bahnhof ein großes Gewerbegebiet mit Geschäften, Banken und kleineren Firmen entstanden.

Industriepark Region Trier
Vom Salmtal geht es weiter bis zum letzten Punkt der Reise, dem Industriepark Region Trier, an dem auch die VG Wittlich-Land beteiligt ist. "Wir nehmen den Begriff ,Park\' ernst, denn das Gebiet soll einladend aussehen und nicht nur aus grauen Betonklötzen bestehen," sagt Holkenbrink. Deshalb sind in dem Areal großzügig Bäume angepflanzt worden. "Hier arbeiten inzwischen 2200 Mitarbeiter in 121 Firmen, die weltweit tätig sind," weiß der Bürgermeister zu berichten. Dabei kann sich dort nicht jede Firma ansiedeln, sondern sie muss dem Profil des Parks genügen. "Die Partner im Zweckverband IRT haben dazu extra eine Gestaltungssatzung verabschiedet," sagt Holkenbrink. Dort sind unter anderem die Traditionsunternehmen Lemken (Landwirtschaftsmaschinen) und Brohl Wellpappe, die beide aus dem 18. Jahrhundert stammen, die Firmen IT-Haus, Bastian-Druck, Vet Concept (Tiernahrung) und Proxxon (Werkzeug, Maschinen) angesiedelt. Im IRT-Verwaltungsgebäude erzählt Geschäftsführer Reinhard Müller, von den Zukunftserwartungen: "Wir haben derzeit weitere Ansiedlungsanfragen und erschließen dafür neue Flächen. Unser Ziel ist es, in Zukunft bis zu 3000 Arbeitsplätze bieten zu können."

Am Ende der Reise zeigt sich, dass die Wirtschaft für die VG Wittlich-Land ein bedeutender Faktor ist, dessen Entwicklung besonders durch die Verkehrsanbindung verstärkt wurde. "Dienstleistungen und produzierendes Gewerbe sind ein wichtiges Standbein für unsere Region, gefolgt von Tourismus und Landwirtschaft," resümiert Holkenbrink.

Extra
Fakten zur VG Wittlich-Land: Größe: 236 Quadratkilometer Einwohner: 21 581 in 24 Ortsgemeinden Bildungseinrichtungen: 15 Kitas, 10 Grundschulen, 1 Realschule plus/Integrierte Gesamtschule in Salmtal, Beteiligung am Zweckverband Clara-Viebig-Realschule plus Wittlich Gewerbegebiete: Binsfeld, Landscheid, Salmtal, Hetzerath und der Industriepark Region Trier Pro-Kopf-Verschuldung: 131,78 Euro (Landesdurchschnitt für VG mit 20 000 bis 50 000 Einwohnern: 310 Euro)

Neuer Förderverein für die Grundschule


09. Juni 2013
TV-Bericht

Bücher, Spielgeräte, Zuchüsse für Klassenfahrten: Das alles kostet Geld. Um bei der Finanzierung dieser und anderer Aufgaben zu helfen, hat sich an der Grundschule Osann-Monzel jetzt ein Förderverein gegründet.

Die Notwendigkeit einer Dacherneuerung sowie aufwendige Renovierungs- und Sanierungsarbeiten im Schulgebäude schlagen derzeit große Löcher in das Budget der Grundschule Osann-Monzel.
Damit die Kinder dennoch angemessen gefördert werden können und es nicht an anderen notwendigen Dingen fehlt, hat sich jetzt ein Förderverein gegründet. Dieser macht es sich seit März diesen Jahres zur Aufgabe, die Grundschule zu unterstützen und Aktivitäten zu fördern, die nicht vom Schulträger übernommen werden können. Dazu gehören die Anschaffung von Büchern und Spielgeräten, Zuschüsse zu Ausflügen und Fahrten, Mithilfe bei der Gestaltung des Außengeländes sowie die Unterstützung bei Veranstaltungen und Projekttagen. Die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Wittlich ist erfolgt. Der Vorstand sucht nun noch weitere Mitstreiter, um Ideen für seine Ziele zu sammeln.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage des Vereins www.foerderverein-gs-osannmonzel.de sowie per E-Mail an info@foerderverein-gs-osann-monzel.de

Extra
Vorsitzende: Anne Poss; stellvertretende Vorsitzende: Tatjana Tinneberg; Kassenverwalter: Norbert Müller; stellvertretende Kassenverwalterin: Natalie Kreusch; Schriftführerin: Suzana Bölinger; stellvertretende Schriftführerin: Gabi Gabriel


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